In Richtung Krim

Drei Nächte hat der Weg insgesamt gedauert.

Ich war auch ziemlich gemütlich unterwegs, aber die 1.700 Kilometer haben sich trotzdem ziemlich gezogen.

Viel ist unterwegs nicht passiert. Ich bin vor allem froh, dass ich mir vorab jede Menge Podcasts runtergeladen hab. Die sind schon ziemlich unterhaltsam für die langen Strecken.

Die Landschaft ist wirklich langweilig! Es geht geradeaus. Links und rechts sind im Wechsel Felder und Acker.

Die Schnellstraße ist ganz okay, immer wieder gibt es aber Abschnitte, die so zersetzt von Schlaglöchern sind, dass ich nicht schneller als 30 fahren kann.

 

Am zweiten Tag werde ich beim abendlichen Kochen völlig von einem Gewittersturm überrascht, sodass ich eine halbe Stunde abbrechen muss und das ganze Zeug ziemlich hektisch ins Auto werfe.

Ich hab zwar eine Plane aufgespannt, aber die hat der Sturm dann ziemlich schnell zerrissen.

Ich bin auf jeden Fall froh, dass ich mich fürs Autofahren entschieden habe und den Blödsinn nicht mit einem Motorrad oder Fahrrad mache.

Im Innenraum wird dann zu Ende gekocht, es gibt selbstgemachte Frikadellen mit Pilz-Sahnesoße. Lecker!

Ich fahre noch bis 400 km vor Krasnodar, morgen Abend habe ich dort einen Couchsurfing-Host.

 

Die 400 km lege ich relativ zügig zurück. Die letzte Stunde gabel ich noch einen Anhalter auf. Der spricht zwar kein Englisch, aber das passt schon. „Krasnodar Center“ verstehe ich auch auf Russisch.

In Krasnodar bin ich gleich doppelt verabredet. Zu erst zum Klettern und dann mit Jan, meinem Host für die Nacht.

Artem arbeitet in der Uni in Krasnodar, die in ihrer Sporthalle auch eine Kletterwand haben. Wir beide verbringen etwa drei Stunden an der Wand, dann geht’s zu Jan.

Jan arbeitet für Siemens und spricht neben Russisch auch Deutsch und Englisch. Am Abend gibt’s noch lecker Bierchen und wir lernen uns ein bisschen kennen.

Am nächsten Morgen ist er so nett mich zum Friseur zu begleiten, der ist für mich nämlich überfällig!

Frisch geschoren müssen wir uns leider schon wieder verabschieden. Nächster halt: Krim!

 

(Kurzer Spoiler: auf der Krim gibt es kaum Netzabdeckung und mein Anbieter unterstützt hier keine Datenverbindung. Dementsprechend wird der nächste Eintrag ein bisschen auf sich warten müssen)

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